Wie üblich eine Woche vor Ostern fand das diesjährige Frühjahrskonzert des Musikverein Edelweiß Busenbach im prall gefüllten Kurhaus in Waldbronn statt.
Nach der Eröffnungsrede von Vorstand Eric Schmid präsentierte das neu gegründete Edelweiß-Projektorchester unter der Leitung von Ralf Wittmann sein Können. Das Orchester besteht aus der vereinseigenen Jugend und den internen Bläserklassen, insgesamt nahmen sage und schreibe 62 Musiker im Alter zwischen 7 und 79 Jahren auf der Bühne Platz. Ein wunderbares Beispiel dafür, dass Musik alle Altersklassen verbindet und generationenübergreifend Freude bereitet. Das düster-geheimnisvolle „Castles and Dragons“, das temperamentvolle „Malaguena“ und ein unter dem Namen „Film ab“ arrangiertes Medley bekannter Filmmusik-Klassiker ließen im Publikum gleich die ersten Jubelstürme ausbrechen. Als Zugabe wurde der Ohrwurm-Song „Dance Monkey“ aufgeführt.
Danach führte Günter Geisert die Ehrungen des Blasmusikverbandes Karlsruhe durch. Geehrt wurden Hanna Hutschreuther und Robin Wittmann für 20 Jahre und Patrick Barrett für 30-jährige musikalische Aktivität.
Mit Auszügen aus der sinfonischen Dichtung „Excalibur“ eröffnete anschließend das Große Orchester mit Dirigent Dietmar Schulze sein Konzert. Der spanische Komponist Jose Alberto Pina beschreibt in seinem Werk die Abenteuer des legendären König Artus und seinen Rittern der Tafelrunde mit einem gelungenen Wechsel aus ruhig-getragenen und schnell-martialischen Passagen und einer schönen, heroischen Hauptmelodie. „Drachenzähmen leicht gemacht“ entführte das Publikum danach in die Welt der Wikinger und Drachen. Die fantastische Musik aus der gleichnamigen Filmreihe wurde visuell durch ein von Carolin Schulze erstelltes Video auf der großen Leinwand unterstützt. Mit „Exotic Dances“ brachte der Musikverein arabische, kubanische und balkanische Tänze auf die Bühne. Dabei glänzten einige Musiker mit Soloeinlagen und das gesamte Orchester mit einer einheitlichen Tanzeinlage.
Nach der Pause durften Musiker und Zuhörer in die frostige Welt der Eisprinzessin Elsa eintauchen. Die Musik aus dem Disneyfilm und mittlerweile auch erfolgreichen Musical „Die Eiskönigin“ bildete den Auftakt zur zweiten Hälfte. Im Anschluss folgte ein weiteres Highlight des Abends. Bei „Tief im Westen“ handelt es sich um eine sinfonische Interpretation des Popsongs „Bochum“ von Herbert Grönemeyer. Das ebenfalls darin verarbeitete „Steigerlied“ wurde mit Licht- und Soundeffekten im Dunkeln vorgetragen und sollte so die Situation unter Tage im Kohlebergwerk darstellen. Wie bei den letzten Konzerten bewährt, gab es auch diesmal wieder ein Brass-Ensemble – allerdings mit etwas anderem Ablauf. Zunächst nahm nur Jonas Becker mit seiner Tuba auf der Bühne Platz und konnte mit einer solistischen Darbietung überzeugen. Nach und nach kamen die restlichen Musiker dazu, um am Ende alles mit dem ganzen Orchester abzuschließen. Im letzten Stück „Chartshow“ präsentierte der Musikverein einige der erfolgreichsten Singles aller Zeiten. Zu bekannten Hits wie „Candle in the Wind“, „Despacito“ und „Wind of Change“ durfte das Publikum mitsingen und in Erinnerungen schwelgen. Dem tosenden Applaus der Zuhörer wurde mit einem „Elvis-Medley“ stattgegeben. Dabei wurden die Songs von unterschiedlichen Sängern aus den Reihen des Orchesters interpretiert und dargeboten. Mit den kurzen Zugaben „Bis bald auf Wiedersehen“ und „We are the Champions“ ging der stimmungsvolle Konzertabend zu Ende – und manch einer summte auch danach noch die Melodie des Steigerlieds.
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